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Der Rathauskomplex

Modernes Verwaltungszentrum, mehr Bürgerservice, Geschäfte, ****Hotel, Tiefgarage, viel Grün und Bäume, Platz für Kinder in einer neu gestalteten Parkanlage.

Im Juli 2000 wurde mit den Aushubarbeiten für die Errichtung des Rathauskomplexes begonnen. Die feierliche Eröffnung fand im September 2002 statt.

Seitdem verfügt Innsbruck über ein modernes Verwaltungszentrum, das dem anspruchsvollen Image der Tiroler Landeshauptstadt entspricht. Was lange gewünscht war, wurde damit Wirklichkeit: Der Stadtmagistrat erhielt ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Den Bürgerinnen und Bürgern steht eine zentrale Stadtverwaltung zur Verfügung. Die bisher zum Teil über das Stadtgebiet verstreuten Dienststellen wurden zentral vereint, wodurch jetzt (fast) alle Kontakte mit der Stadtverwaltung an einem Ort erledigt werden können. In den ersten Jahren hat sich dies Private-Public-Partnership-Projekt zu einer einzigartigen Erfolg mit großer Akzeptanz bei Nutzern/innen und Kunden/innen entwickelt. Das Konzept der engen Verflechtung von öffentlichen und privaten Dienstleistungen – der Haupteingang des Rathauses befindet sich im Zentrum der Shoppingmall – hat alle Erwartungen übertroffen.

Mit dem von Architekt Dominique Perrault aus Paris in Zusammenarbeit mit den Architekten Reichert, Pranschke und Maluche aus München geplanten Großprojekt im Herzen der Stadt ist auch die lange geforderte Attraktivitätssteigerung für die Innsbrucker Innenstadt verbunden. Der City-Treffpunkt RathausGalerie hat eine Bereicherung für die Stadt und neue Dynamik für das Innenstadtleben gebracht.

Weiterer erfreulicher Effekt: Mit dem neuen Rathauskomplex wurde eine seit Kriegsende bestehende "Wunde" im Herzen der Innsbrucker City geschlossen. Die Stadt Innsbruck war sich bewusst, dass die Rathauserweiterung, die Errichtung der RathausGalerie, eines Hotels und die Neugestaltung des Adolf-Pichler-Platzes eines überaus sensiblen und subtilen Eingreifens bedürfen. Daher wurde ein internationaler Architekten-Wettbewerb veranstaltet und der Sieger, der französische Stararchitekt Dominique Perrault mit seinen Partnerarchitekten Reichert, Pranschke und Maluche mit der Realisierung betraut.

Bild mit Untertitel
Der Rathauskomplex aus der Vogelperspektive
Der Rathauskomplex aus der Vogelperspektive

Die Lücke zwischen den beiden seit langem bestehenden Rathäusern Maria-Theresien-Straße und Fallmerayerstraße wurde durch ein siebengeschossiges Gebäude geschlossen, in dessen Obergeschossen sich die Büros der Stadtverwaltung befinden. Zusätzlich wurde ein Quertrakt im Anschluss an den Bauteil an der Maria-Theresien-Straße errichtet, in dem ebenfalls Dienststellen des Stadtmagistrates untergebracht sind.

Der durch die Schließung der bisherigen Lücke entstandene Innenbereich, der teils extensiv, teils intensiv begrünt ist, ermöglicht eine qualitätvolle Nutzung. Statt der bisherigen asphaltierten Parkplatzfläche entstand ein neues, attraktives Ambiente des Rathauses.

Das Ensemble der neuen Gebäude wurde auf der Nordseite Richtung Adolf-Pichler-Platz/ Stainerstraße mit einem sechsgeschossigen Hotel und einem zweigeschossigen Geschäftsgaleriegebäude komplettiert. Der Baukörper des Hotels ist bewusst aus der Bauflucht in der Verlängerung der Stainerstraße herausgestellt worden. Seine Westfassade definiert somit neu die östliche Begrenzung des Adolf-Pichler-Platzes und über seine Ostfassade einen neuen Innenhofbereich zur Rückseite der Bebauung entlang der Maria-Theresien-Straße. Das Galeriegebäude in der Verlängerung der östlichen Bebauung der Stainerstraße vervollständigt die Flucht auf Straßenniveau und erlaubt gleichzeitig den Zugang zum dahinter liegenden Hof. Von der Stainerstraße aus erstreckt sich eine überdachte Passage, die zum neuen Rathausturm (Campanile) führt. Vom Eingang Stainerstraße wird somit eine neue komplexe urbane Situation geprägt, die gleichzeitig einen wohl definierten städtischen Grün-Raum um den Adolf-Pichler-Platz erzeugt und auf der anderen Seite eine überraschende Transparenz gegenüber der Innensituation der Maria-Theresien-Straße zulässt.