Fassadengestaltung
Fassadengestaltung
Aus den beschriebenen Intentionen ergab sich ein vielteiliger Gebäudekomplex mit verschiedensten Funktionen, der in seiner Gesamtheit einen einheitlichen Mantel benötigte. Trotzdem sollten die verschiedenen Gebäudeteile ihre eigene Identität wahren.
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| Fassade |
Das Hotel ist durch die Zimmereinteilung, der Verwaltungstrakt durch die Büroeinteilung strukturiert. Beide Nutzungen stellen spezifische Konditionen. Daher wurde die Fassade individuell auf diese Anforderungen abgestimmt. So erhielten die Bürofassaden Elemente zur Tageslichtumlenkung, um eine optimale Ausnutzung des natürlichen Lichtes und eine Verringerung der Energiekosten zu gewährleisten: Öffnungsflügel, die eine individuelle Lüftung ermöglichen, sowie Blendschutzrollos zur Vermeidung von Reflektionen an den Bildschirmarbeitsplätzen. Um bei möglichst hoher Transparenz gleichzeitig eine gewisse Intimität in den Büros zu gewährleisten, sind ca. 50 % der Fassade mit semiopaken Elementen gestaltet, die unter Tageslicht von außen undurchsichtig sind, zur gleichen Zeit aber innen transparent erscheinen und natürliches Licht durchlassen. Die Hotelfassaden bieten Ausblick, Atmosphäre und Intimität, da sie im Zimmerbereich größtenteils opak (undurchsichtig) ausgebildet wurden. Die Lichtzufuhr und -qualität, sowie Einblick und Ausblick lassen sich über verschiebbare Edelstahlgewebepaneele steuern.
Durch die abgestimmte Einteilung und Transparenz werden verschiedene Charaktere erzeugt. Gleichzeitig wird über das Material die Homogenität der gesamten Vermittlung erhalten.
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| Blick auf die Fassade |
Die Reichhaltigkeit und Farbigkeit der umgebenden Bebauung wird bei der Entwicklung der Fassade in räumliche Tiefe und Reaktion auf unterschiedliche Lichtbedingungen übersetzt. In opaken und semi-opaken Bereichen der Fassade kam ein Glas-Sandwichelement zum Einsatz. Dieses ist mit einer lichtlenkenden, transparenten Kapillareinlage mit teilweise reflektierendem Hintergrund ergänzt oder gänzlich transparent. Diese Elemente interpretieren die jeweiligen Tageslichtzustände und erzeugen eine reagierende und lebendige Haut. Durch den Aufbau und die Transparenz der Sandwichpaneele erhält die Fassade eine räumliche Tiefe. Verstärkt durch bestimmte Lichtatmosphären erhält sie auch ihre eigene Präsenz. Durch wechselnde Positionen des Beobachters wandelt sich das Erscheinungsbild des Gebäudes kontinuierlich. Somit gehen Beobachter und Gebäude eine interaktive Relation ein. Reichhaltigkeit und Farbe des Ortes werden mit räumlicher Tiefe und Licht interpretiert.

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