Hochhausstudie
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| Hochhausstudie Innsbruck |
Hochhausstudie
Wie in anderen europäischen Städten sind auch in Innsbruck Hochhäuser wieder zu einem städtebaulichen Thema geworden. Dies belegen zahlreiche Anfragen der letzten Jahre. Das Element des Turmes in der Landschaft oder im städtischen Raum kann unter anderem auf die besondere Bedeutung des Ortes oder der Funktion hinweisen. Häufig handelt es sich um das Verstärken und Charakterisieren von Entwicklungsachsen oder -schwerpunkten. Ein besonderes Befassen mit diesem Thema war in Innsbruck notwendig, da in Folge der Hochhausbegeisterung der Sechziger- und Siebzigerjahre und der damit verbundenen, zum Teil negativen Auswirkungen Hochhäuser fast zu einem Tabu geworden waren. Das Auseinandersetzen mit der Thematik war hier umso mehr erforderlich, als sich Maßstäbe und Randbedingungen anderer Städte, die meistens in ebener Landschaft mit großflächiger Ausdehnung und entsprechenden äußeren Entwicklungsbereichen liegen, nicht auf Innsbruck mit seiner alpinen Tallage, der guten Einsehbarkeit von oben und den eher kleinräumigen Verhältnissen übertragen lassen.
Deshalb stellte sich die Frage, ob in Innsbruck Hochhäuser überhaupt vertretbar sind und wenn ja, unter welchen Randbedingungen, für welche Nutzungen und an welchen Standorten. Um dieser Frage nachzugehen, hat die Stadt Innsbruck das Architekturforum Tirol mit dem Erarbeiten einer Hochhausstudie beauftragt. Das hier präsentierte Ergebnis stellt einerseits eine gute Grundlage für eine weitere breite Diskussion dar und bringt andererseits wichtige Kriterien für die Weiterentwicklung der Hochhausthematik in Innsbruck.
Trotz der grundsätzlichen Feststellung der Hochhausstudie, dass Innsbruck keine Hochhäuser braucht, ist mit dem Eröffnen von Möglichkeiten an besonderen geographischen oder funktionalen Standorten ein wertvolles Potential aufgezeigt. Die Arbeit kann und soll jedoch nicht ein eingehendes Auseinandersetzen mit und Hinterfragen von konkreten Projekten ersetzen. Sie bietet ein Instrumentarium, mit dem verschiedene Typen von Hochhäusern beurteilt, diskutiert und schließlich auch umgesetzt werden können. Damit ist eine sowohl für Investoren als auch die Öffentlichkeit, die Politik und die Verwaltung transparente, jeweils kontextbezogene Vorgangsweise gegeben.
Hochhäuser dürfen nicht Selbstzweck sein, sondern sollen die räumlichen und funktionalen Entwicklungsziele der Stadt unterstützen und sowohl für die Stadt als Ganzes als auch für das jeweilige Umfeld den gewünschten sozialen und urbanen Mehrwert bringen. Die Stadt Innsbruck hofft, dass Investoren dies als Herausforderung für zukunftsweisende Projekte auffassen werden und somit die dynamische und engagiert vorangetriebene, qualitätsvolle Bauentwicklung eine adäquate Fortsetzung findet. Wir würden uns freuen, wenn diese Publikation Anregungen für interessante Projekte und eine breite Diskussion bringen könnte.
Die Stadt Innsbruck dankt dem Architekturforum Tirol, Architekt Max Rieder sowie den Teams und den Fachexperten der Jury für die angenehme und produktive Zusammenarbeit bei diesem spannenden Arbeitsprozess.
Georg Gschnitzer - amtsführender Stadtrat
Erika Schmeissner-Schmid - Leiterin der Stadtplanung
Thomas Posch - Projektleiter
Die Publikation behandelt neben kontextuellen Fragen und grundsätzlichen Thesen primär Hochhauszonen für normale Hochhäuser und die Urbanissima - ein spezielles Hochhaus. Die Veröffentlichung (70 Seiten, 28,5 x 19.5 cm mit zahlreichen Abbildungen und Skizzen, kartoniert) ist im Anton Pustet Verlag, Salzburg erschienen und im Buchhandel um € 15 erhältlich (ISBN 3-7025-0461-3). Sie kann auch beim Projektleiter, DI Thomas Posch, Rathaus, Stadtplanung, Zimmer 4110 nach telefonischer Anmeldung (+43 (0) 512 / 5360-4110) eingesehen werden.

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